Bootskategorie

Definition was Bootskategorien sind

Anhand der Bootskategorie wird die sichere Nutzung eines Bootes bestimmt. Beispielsweise bis zu welcher Windstärke und zu welcher Wellenhöhe das Boot sicher gefahren werden kann. Zudem wird auch das Fahrtgebiet auf der Herstellerplakette angegeben. Außerdem steht manchmal eine Zahl neben der Kategorie, dies deutet auf die höchste zulässige Personenanzahl auf dem Boot.

CE-Seetauglichkeitseinstufung

Mitunter wird die Bootskategorie auch als Seetauglichkeitseinstufung bezeichnet. Die CE-Richtlinien sind eine EU-Norm, die der einheitlichen Sicherheitsbemessung von Wasserfahrzeugen dienen. CE ist die Abkürzung für Conformité Européenne. Ein weiterer Begriff für die Einstufung ist auch Sportbootrichtinie.

Diese Richtlinien beziehen sich auf alle Sportboote, die nach de, 15. Juni 1998 gebaut wurden oder in Betrieb genommen werden. Ferner umfasst die Bootskategorie ebenfalls die Bordausrüstung sowie Ausrüstungsgegenstände. Nach der Kategorisierung, wird das Modul festgelegt.

Beim Bootskauf sollte zusätzlich auf folgendes geachtet werden: eine Konformitätserklärung, Rumpf-Identifikationsummer (HIN), nachträgliche Bescheinigung der Bauart, ein Herstellerzeichen mit der CE-Kennzeichnung auf der Plakette, das Geräuschemissionszertifikat, wenn nötig, und zu guter Letzt ein Benutzerhandbuch.

Verschiedene Bootskategorien

Die Seetauglichkeit ist in vier Bootskategorien unterteilt. Die Zuordnung erfolgt nach Windstärken und Wellenhöhen, denen ein vollbeladenes Boot sicher widerstehen muss.

Die Bootskategorien lassen sich in die folgenden vier Kategorien einteilen: A (Hochsee), B (Außerhalb von Küstengewässern), C (Küstennahe Gewässer) und zuletzt D (Geschützte Gewässer).

Bei ersterer ist das Boot für weite Fahrten geeignet und robust genug, dass es einer Windstärke über 8 und Wellen über 4m standhalten kann. Im Gegensatz dazu, werden nur die Boote unter Kategorie B klassifiziert, die gegen Windstärken bis 8 und einer Wellenhöhe bis einschließlich 4m bestehen können. Anders verhält es sich bei Booten der Kategorie C. Diese dürfen in küstennahen Gewässern, großen Buchten, Seen, Flüssen und Flussmündungen fahren, solange die Windstärke 6 nicht übersteigt und die Wellenhöhe maximal 2m beträgt. Zuletzt ist die Kategorie D den Booten vorbehalten, die für kleine Seen oder schmale Flüsse und Kanäle ausgelegt sind. Hierbei ist festgelegt, dass die max. Windstärke 4 und die Wellenhöhen max. 0,5m betragen sollen.

Ausnahmen für Bootskategorien

Überdies gibt es Boote, die nicht gekennzeichnet werden müssen. Darunter fallen z.B. Eigenbauten, die innerhalb von fünf Jahren nicht verkauft werden, historische Boote, die vor 1950 entworfen wurden, Rennboote, Surfbretter, Tretboote, Jetskies, Gondeln, Luftkissenfahrzeuge, Kanus und Kajaks. Zudem gilt die Pflicht auch nicht für Boote, die bereits vor 1995 in den EWR zugelassen waren.