Was ist die Beaufortskala?

Die allgemeine Definition beschreibt die Beaufortskala als Windskala, die der Messung der Windgeschwindigkeit dient. Sie wurde nach Sir Francis Beaufort benannt, einem britischen Hydrografen. Es gibt verschiedene Stufen, in denen sich die Windgeschwindigkeit klassifizieren lässt. Dahingegen werden je nach Zweck verschiedene Einheiten zur Darstellung verwendet. In der Beaufort-Einheit wird der Wind nach Geschwindigkeit und Auswirkung bemessen.

Geschichte der Beaufortskala

Trotz der Benennung der Skala nach Francis Beaufort, war die Skala in dieser Form nicht seine Idee. Bereits im 18. Jahrhundert stellte der Ingenieur John Smeaton eine 11-stufige Skala zur Windmessung vor. Danach begann Francis Beaufort die Skala in seinen Logbüchern zu verwenden. Jedoch fügte er zwei weitere Stufen hinzu. Im 20. Jahrhundert war die Skala allgemein gültig. Jedoch umfasste die letzte Stufe nicht höhere Geschwindigkeiten wie Tornados. Denn bei einer Geschwindigkeit ab 118 km/h, was die Endstufe als Orkan bezeichnet, ist das Segeln nicht mehr möglich. Auf Grund der allgemeinen Verwendung wurde die Beaufortskala also auf bis zu 17 Stufen erweitert, um Hurrikane oder Tornados einzuschließen. Allerdings wurde die Skala wieder auf ihre ursprünglichen 12 Stufen reduziert, da für höhere Geschwindigkeiten eigene Skalen veröffentlicht wurden. Nichtsdestotrotz ist manchmal immer noch von 13 Stufen zu lesen.

Beaufortskala (Tabelle)

Windstärke in Bft Bezeichnung der Windstärke Bezeichnung des Seeganges (Windsee) Wirkung an Land Wirkung auf dem Meer
0 Windstille völlig ruhige, glatte See keine Luftbewegung, Rauch steigt senkrecht empor spiegelglatte See
1 leiser Zug ruhige, gekräuselte See kaum merklich, Rauch treibt leicht ab, Windflügel und Windfahnen unbewegt leichte Kräuselwellen
2 leichte Brise schwach bewegte See Blätter rascheln, Wind im Gesicht spürbar kleine, kurze Wellen, Oberfläche glasig
3 schwache Brise schwach bewegte See Blätter und dünne Zweige bewegen sich, Wimpel werden gestreckt Anfänge der Schaumbildung
4 mäßige Brise leicht bewegte See Zweige bewegen sich, loses Papier wird vom Boden gehoben kleine, länger werdende Wellen, überall Schaumköpfe
5 frische Brise mäßig bewegte See größere Zweige und Bäume bewegen sich, Wind deutlich hörbar mäßige Wellen von großer Länge, überall Schaumköpfe
6 starker Wind grobe See dicke Äste bewegen sich, hörbares Pfeifen an Drahtseilen, in Telefonleitungen größere Wellen mit brechenden Köpfen, überall weiße Schaumflecken
7 steifer Wind sehr grobe See Bäume schwanken, Widerstand beim Gehen gegen den Wind weißer Schaum von den brechenden Wellenköpfen legt sich in Schaumstreifen in die Windrichtung
8 stürmischer Wind hohe See große Bäume werden bewegt, Fensterläden werden geöffnet, Zweige brechen von Bäumen, beim Gehen erhebliche Behinderung ziemlich hohe Wellenberge, deren Köpfe verweht werden, überall Schaumstreifen
9 Sturm hohe See Äste brechen, kleinere Schäden an Häusern, Ziegel und Rauchhauben werden von Dächern gehoben, Gartenmöbel werden umgeworfen und verweht, beim Gehen erhebliche Behinderung hohe Wellen mit verwehter Gischt, Brecher beginnen sich zu bilden
10 schwerer Sturm sehr hohe See Bäume werden entwurzelt, Baumstämme brechen, Gartenmöbel werden weggeweht, größere Schäden an Häusern; selten im Landesinneren sehr hohe Wellen, weiße Flecken auf dem Wasser, lange, überbrechende Kämme, schwere Brecher
11 orkanartiger Sturm außergewöhnlich schwere See heftige Böen, schwere Sturmschäden, schwere Schäden an Wäldern (Windbruch), Dächer werden abgedeckt, Autos werden aus der Spur geworfen, dicke Mauern werden beschädigt, Gehen ist unmöglich; sehr selten im Binnenland brüllende See, Wasser wird waagerecht weggeweht, starke Sichtverminderung
12 Orkan außergewöhnlich schwere See schwerste Sturmschäden und Verwüstungen; sehr selten im Landesinneren See vollkommen weiß, Luft mit Schaum und Gischt gefüllt, keine Sicht mehr